Sanierung „Salettl“

Das „Salettl“ oder auch kleiner Fürstensaal genannt, ist wohl einer der schönsten Räume des Benediktiner-Klosters in Niederalteich. 1740 wurde der Saal im Zuge des Baus des Prälaturtrakts eingerichtet. Nach der Säkularisation 1803 wurde er lange Zeit vernachlässigt, und diente bis 1927 unter anderem als Heuboden.

Im Jahr 2016 konnte mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden.

Im Dachstuhl wurde nach dem Öffnen der Dachhaut der echte Hausschwamm festgestellt. Die Dachkonstruktion wurde bis auf die Mauerlatte freigelegt, und schadhafte Balken ausgetauscht. Im Inneren wurden die Putz und Stuckflächen trocken gereinigt, die Leimfarbe, Putzglätte und abblätternden Fassungsschichten wurden abgenommen.

Die Malereien der Wand und Deckenspiegel waren zum Großteil nicht mehr vorhanden, deshalb entschloss man sich die jeweiligen Flächen auch nicht wieder historisierend zu gestalten, sondern das Fehlen der Bilder als Teil der bewegten Geschichte des Salettls bewußt offenzulegen.

Der vorhanden Bodenbelag wurde ausgebaut und ein neuer Fussbodenaufbau mit integrierter Heizung, sowie zeitgemäßer Elektro- und Veranstaltungstechnik eingebaut.

Als neuer Bodenbelag wurde ein geölter Tafelparkett mit Flechtmuster aus Eiche und Esche verbaut, der ein angemessenes Gegenüber zu den Stuckarbeiten der Wände und Decke bildet.